Fortschritt

Fortschritt

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Fort|schritt ['fɔrtʃrɪt], der; -[e]s, -e:
positiv bewertete Weiterentwicklung, Erreichung einer höheren Stufe der Entwicklung:
der Fortschritt der Technik; diese Entdeckung bedeutete einen großen Fortschritt; aufsehenerregende Fortschritte erzielen; große Fortschritte auf einem Gebiet machen.
Syn.: Erfolg, Errungenschaft.

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Fọrt|schritt 〈m. 1〉 Ggs Rückschritt
1. Entwicklung vom Niederen zum Höheren, vom Einfachen zum Komplizierten
2. das Vorwärtskommen, Besserwerden, Weiterentwicklung
● \Fortschritt der Entwicklung, der Kultur, der Wissenschaften; in der Schule \Fortschritte machen besser werden, bessere Leistungen zeigen; seine Arbeit macht gute \Fortschritte geht voran; seine Genesung macht \Fortschritte; ein gewaltiger, großer, überraschender \Fortschritt

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Fọrt|schritt , der [nach frz. progrès < lat. progressus = das Fortschreiten, Progress]:
positiv bewertete Weiterentwicklung; Erreichung einer höheren Stufe der Entwicklung:
rasche, erstaunliche, greifbare -e;
-e der Medizin, auf dem Gebiet der Technik;
etw. ist schon ein F. (stellt schon eine Verbesserung dar);
-e erzielen;
[große] -e machen (gut vorankommen).

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Fortschritt,
 
mit einer Weiterentwicklung verbundene Veränderung eines Zustandes, die sich von der einfachen Entwicklung dadurch unterscheidet, dass sie vorwiegend durch menschliche Aktivität bewirkt wird und dass der Gesamttendenz nach die zeitlich späteren Erscheinungsbilder jeweils einen höheren Vollkommenheitsgrad aufweisen. Insgesamt wird als Fortschritt auch die Summe dieser in ihren Auswirkungen auf den Einzelnen oder die ganze Menschheit im Allgemeinen als positiv bewerteten Veränderungen aufgefasst. Die Höherentwicklung kann dabei als auf einen bestimmten abgeschlossenen Vollkommenheitszustand hinlaufend begriffen werden (z. B. als eine Utopie) oder als fortlaufender Zuwachs ohne gedachten Abschluss.
 
Auf die Geschichte angewendet, wird die Idee des Fortschritts zu einer der Grundformen der Geschichtsphilosophie: Sie deutet längere Strecken des geschichtlichen Verlaufs, z. B. die Geschichte einer Kultur oder die Weltgeschichte insgesamt, als einen - sei es stetigen, sei es umwegigen und durch Rückschläge unterbrochenen, sei es dialektischen - Aufstieg von niederen zu höheren Leistungen und Lebensformen. Damit steht sie im Gegensatz zu denjenigen historischen Lehren, die die Geschichte als stufenweisen Abfall von einem hochwertigen Anfang (»goldenes Zeitalter«) oder als einen in sich zurückkehrenden Kreislauf interpretieren. Die Entscheidung für einen mit der Fortschrittsidee unlösbar verklammerten Geschichtsoptimismus oder einen mit der Verfallsidee verbundenen Geschichtspessimismus hängt letztlich davon ab, was man als die höchsten kulturellen Werte ansetzt.
 
Als Fortschritt werden seit dem 18. Jahrhundert die fortschreitenden wissenschaftlichen, technischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Errungenschaften, der »gerichtete zivilisatorische Wandel« der Menschheit als Ganzheit bezeichnet.
 
 Geschichte des neuzeitlichen Fortschrittbegriffs
 
Der neuzeitliche Begriff eines linearen unbegrenzten Fortschritts hat sich im Wesentlichen im 17.-18. Jahrhundert gebildet. Die Vorteile, die der englischen Nation aus der Förderung der zur Naturbeherrschung dienenden neuen naturwissenschaftlichen Denkweise erwachsen können, hatte F. Bacon unter dem Eindruck der technischen Erfindungen und der Entdeckungen programmatisch beschrieben. Dem »Fortschritt« wurde die sich entwickelnde Naturwissenschaft zugrunde gelegt. Die Natur wurde nicht mehr im Hinblick auf ihr Wesen oder darauf, Schöpfung Gottes zu sein, sondern nach dem Leitbild der Mechanik, ausgehend von einem »wertfreien«, quantitativen Naturbegriff untersucht. Dadurch wurde eine gezielte Veränderung der Natur (bei der Lösung von praktischen Problemen, z. B. des Bergbaus) ermöglicht. R. Descartes sah die Aufgabe der Wissenschaft in der zunehmenden Herrschaft des Menschen über die Natur mit dem Ziel, durch Erfindungen und durch Mittel zur Erhaltung der Gesundheit die menschlichen Lebensbedingungen zu verbessern. - In der europäischen Neuzeit ist die Idee des Fortschritts zu einer vorherrschenden Leitidee der Geschichtsanschauung geworden. Die Aufklärung (z. B. I. Kant, F. Schiller) setzte an die Stelle der christlichen Geschichtsteleologie die Lehre, dass die dem Menschen angeborene Vernunft die anfangs überlegenen Gegenkräfte der Barbarei, des Aberglaubens und der Gewalt schrittweise überwinden und schließlich zur vernunftgemäßen Ordnung aller Verhältnisse führen werde, dass also die Geschichte der Menschheit ein eindeutiger Fortgang mit einem erreichbaren irdischen Endziel sei. Fortschritt meint hierbei primär die fortschreitende Aufklärung des Menschen, die fortschreitende Selbstbefreiung der Vernunft, insbesondere eine zunehmende Vervollkommnung des sittlichen Charakters des Einzelnen, der sich dann in der gesamten Staatsordnung auswirkt. Kant definierte den kontinuierlichen Fortschritt als eine moralisch-praktische Vernunftidee, als Vollziehung eines verborgenen Planes der Natur, wobei es Aufgabe des Menschen sei, sich zu einem Vernunftwesen zu entfalten. Bedingung und zugleich Ziel für die menschliche Gattung ist die Entwicklung einer vollkommenen Staatsverfassung (bürgerliche Gesellschaft, gemeingültiges Menschenrecht), in der allein eine freie Entfaltung des Menschen möglich sei. Das aufklärerische Ideal steigerte sich im deutschen Idealismus bei J. G. Fichte und erreichte seinen Höhepunkt in G. W. F. Hegels Bestimmung der geschichtlichen Entwicklung als dialektischer »Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit«.
 
Mit dem Beginn des industriellen Zeitalters (z. B. bei C. H. de Saint-Simon, A. Comte, H. Spencer) erhielt der Fortschrittsgedanke eine neue, bis heute dominant gebliebene Wendung: Nicht mehr die sittliche Höherentwicklung des Menschen, sondern fast ausschließlich der Fortschritt in Wissenschaft und Technik und die damit einhergehende fortschreitende Beherrschung der Natur wurden zum zentralen Thema. Vom wissenschaftlich-technischen Fortschritt versprach man sich auch eine fortschreitende Humanisierung der Gesellschaft. Auch die marxistische Geschichtsauffassung ist von der Idee des Fortschritts beherrscht, wobei dieser jedoch mit einer Revolution im gesellschaftlichen Bereich verbunden wird. Doch ist auch in marxistischer Sicht nach E. Blochs immanenter Kritik und mit der Aufnahme der Theorien von W. Rostow der Fortschrittsbegriff zum Teil fragwürdig geworden. Neben dem Stand der Produktivkräfte werden u. a. als weitere Fortschrittskriterien die Beseitigung sozialer Ungleichheit und die geistig-sittliche Entwicklung der Einzelpersönlichkeit anerkannt.
 
Eine weitere Bestärkung erhielt der Fortschrittsgedanke Ende des 19. Jahrhunderts durch die Evolutionstheorie von C. Darwin, die eine zukünftige weitere Höherentwicklung des menschlichen Geistes annimmt. - Mit J.-J. Rousseau begann eine immer wieder geäußerte grundlegende Fortschrittskritik. Wissenschaften, Künste, Handel, Luxus haben nach Rousseau in Wirklichkeit die Sittlichkeit und den gesunden Menschenverstand verdorben sowie Ungleichheit und sklavische Abhängigkeit unter den Menschen erzeugt. Mit dieser Entwicklung habe sich der Mensch gewaltsam von seinen Naturanlagen entfernt.
 
Inwiefern im Hinblick auf die Geisteswissenschaften von Fortschritt gesprochen werden kann, ist umstritten. So verlangte schon F. Nietzsche - in seiner Kritik sowohl am aufklärerischen und am hegelschen als auch am wissenschaftlich-technischen Fortschrittsoptimismus anstelle des bloß quantitativen Fortschritts, der den Menschen immer kleiner mache, den qualitativen »Vorschritt« zum Übermenschen. M. Heidegger forderte den »Schritt zurück« zu dem ersten Anfang des Denkens bei den Griechen, aus dessen Aneignung sich erst ein neuer Anfang ereignen könne. - In wissenschaftstheoretischer Hinsicht hat T. S. Kuhn den Fortgang der Naturwissenschaften als revolutionären Wechsel von Paradigmen (d. h. umfassenden Theoriesystemen und Denkweisen) beschrieben und damit der weit verbreiteten Theorie eines sukzessiven Erkenntnisfortschritts durch kontinuierliche Akkumulation von Wissen widersprochen.
 
Der Fortschrittsbegriff zeigte sich in der Geschichte nicht an eine bestimmte Richtung gebunden, sondern wurde auch von (sich »progressiv« nennenden) Parteien unterschiedlicher politischer Richtung, von Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen reklamiert.
 
 Der Fortschritt in seiner Ambivalenz
 
Im 20. Jahrhundert ist der Glaube an einen unbegrenzten zivilisatorischen Fortschritt vielfach der Reflexion und Kritik unterzogen worden, u. a. seit den 60er-Jahren durch Studien des Club of Rome zur Krise der technischen Welt.
 
Der überaus rasch verlaufende Fortschritt in Wissenschaft und Technik in diesem Jahrhundert, auf den sich das menschliche Bewusstsein kaum noch einzustellen vermag, zeigt sich seit der Erdölkrise der 70er-Jahre, die die Grenzen des Wachstums und der Energiereserven erstmals allgemein sichtbar werden ließ, immer mehr in seiner Ambivalenz und wird daher keineswegs mehr so uneingeschränkt positiv aufgenommen wie im 19. und frühen 20. Jahrhundert Ökokrise, atomare Bedrohung, das Problem der Endlagerung von radioaktivem Material sowie die Risiken der Gentechnologie haben den Fortschrittsoptimismus gedämpft und stellen zusätzlich zur Frage der Lösung technischer Probleme zunehmend ethische Überlegungen in den Vordergrund, machen eine »Ethik der Voraussicht und Fernverantwortung« (H. Jonas) notwendig. Immer häufiger wird die Frage nach dem Sinn und Zweck (»Fortschritt wozu?«) und dem Ziel des Fortschritts (»Fortschritt wohin?«) gestellt. Handelt es sich bei den schädigenden Auswirkungen technischer Entwicklungen um eine Steuerungskrise, müssen die technischen Verfahren verändert werden, durch deren Einsatz die bestehenden technischen und zivilisatorischen Zielvorstellungen erreicht werden sollen. Handelt es sich dagegen eher um eine von technischen Verfahrensweisen unabhängige Zielkrise, müssen die den technischen Entwicklungen zugrunde liegenden Ziele selbst neu überdacht, gegebenenfalls alternative Zielvorstellungen entwickelt und Möglichkeiten einer Realisierung erwogen werden.
 
Einerseits weisen Wissenschaft und Technik hohe Leistungen in der Verbesserung menschlicher Lebensbedingungen auf, z. B. wurden frühere utopische Träume Realität (Flugzeug, Computer), Infektionskrankheiten, die Säuglingssterblichkeit wurden eingedämmt, harte körperliche Arbeit in Beruf und Haushalt verringert, soziale Sicherheit und Wohlfahrt gemehrt, womit einer breiteren Bevölkerungsschicht die Partizipation an kulturellen Gütern ermöglicht ist. Andererseits stehen dem Kriege, weltweit verbreitete Formen totalitärer Herrschaft sowie Gewalt, die durch die wissenschaftlich-technischen Entwicklungen nicht verhindert wurden, gegenüber; weiterhin werden der »Verlust an Sinnlichkeit und Lebensfreude und die Einengung des Freiraumes des Einzelnen durch ein enger werdendes Netz vorgeblicher technischer und anderer Zwänge« im alltäglichen Leben als Nebenfolgen des Fortschritts angesehen.
 
Im Sinne einer verbesserten Steuerung der wissenschaftlich-technischen Entwicklung sowie ihrer technologischer Verwertung ist sicherlich zu überdenken, in welcher Weise ursprünglich gegebene Wissens- und Lebenszusammenhänge, die in die wissenschaftlichen Zuständigkeitsbereiche zahlreicher Experten aufgegliedert worden sind, bewahrt werden können. Nur eine ganzheitliche Sicht der konkreten Situation, die aus den Vorbedingungen, ihrer gegenwärtigen Struktur und in die Zukunft weisenden Tendenzen besteht, ermöglicht eine verantwortungsvolle Einschätzung und gegebenenfalls Veränderung durch den Menschen. Wesentliche Schritte zur Bewältigung der wachsenden Komplexität von Wissen und Problemstellungen bilden interdisziplinär zusammenarbeitende Gruppen, wie sie sich z. B. im Bereich der Medizin in den Ethikkommissionen wie auch in der Politik und im Rahmen von Forschungsprojekten seit einigen Jahren konstituieren. Die Bereitschaft zu Dialog und Zusammenarbeit auf dieser Ebene kann verhindern helfen, dass wissenschaftlich-technische Entwicklungen in den Dienst ideologischer Totalitarismen und zentralistischen Steuerungsabsichten gestellt werden.
 
Die vielfach noch herrschende Weltsicht ist wesentlich von einem an den Naturwissenschaften orientierten Szientismus geprägt. Als Maßstab für die Urteilsbildung gelten fast ausschließlich die sinnliche Erfahrung, kausalmechanische Zusammenhänge, die Logik (technische Rationalität); die wissenschaftliche Theoriebildung geht meist von widerspruchsfrei konstruierten Modellen von Wirklichkeit aus, wobei die nicht darin integrierbaren vieldeutigen Momente der Wirklichkeit ausgeblendet werden. Nun weisen neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Physik und der Psychologie darauf hin, dass eine der Realität entsprechende Weltsicht sowohl logische als auch unlogische, rationale wie irrationale und intuitive Elemente enthalten müsse. - Die Wirtschaft basiert auf der Orientierung an rationaler Berechnung, Streben nach möglichst hohem Gewinn und ständiger Produktivitätssteigerung; das Streben nach Konsum und Innovationen prägt insgesamt die Lebensausrichtung in den Industrieländern. Die Nachfrage vermittelt der wirtschaftlichen Entwicklung neue Impulse, die Wirtschaft produziert rationell schnell veraltende und unbeständige Gebrauchsgüter und erzeugt unter Einsatz der Werbung sowie durch die Erfindung neuartiger Güter neue Bedürfnisse bei den Verbrauchern. Fortschritt erscheint so als ein an Komplexität immer stärker zunehmender, irreversibler Prozess, der durch die Integration der Wissenschaft in den Lebensprozess der Industriegesellschaft nur noch durch Steigerung beherrschbar erscheint.
 
Demgegenüber wird heute zunehmend erkannt, dass Fortschritt ökologisch tragfähig sein muss, dass also ökonomische und ökologische Gesichtspunkte gleichermaßen zu berücksichtigen sind. Aufgrund der begrenzten Ressourcen und der zunehmenden Umweltbelastung ist langfristig kaum noch Fortschritt im Sinne von quantitativem Wachstum möglich. In diesem Zusammenhang wird häufig auf die »Eine Welt« hingewiesen und eine grundlegende Veränderung der Produktions- und Konsumstrukturen besonders in den Industriestaaten zur Verhinderung einer ökologischen Katastrophe gefordert.
 
Notwendig ist aus diesen Gründen eine Rückbesinnung des Menschen auf sein Selbstverständnis, seine konkreten Zielvorstellungen sowie die Maßnahmen, durch die jene Lebensqualität erreicht werden kann, die, u. a. als Glück, Sinnerfüllung charakterisiert, jeder Mensch letztlich erstrebt. Ein in diesem Sinne geforderter menschliche Fortschritt kann Ziele wie sinnerfüllte Arbeit, Umweltverträglichkeit, Kreativität beinhalten; er äußert sich v. a. im Abbau von Herrschaftsstrukturen, in der Bereitschaft zur herrschaftsfreien Diskussion über die Wünschbarkeit bestimmter Normen und Ziele (J. Habermas), in mitmenschlicher Solidarität und in einem verantwortungsvollen, technischen, wirtschaftlichen, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigenden Handeln. Zu einer dazu auch notwendigen Änderung der Mentalität können heute sowohl die Geisteswissenschaften wie auch Bürgerinitiativen, alternative politische Parteien und Lebensgemeinschaften einen bedeutungsvollen Beitrag leisten.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
Automatisierung · Bevölkerungsentwicklung · Entwicklung · Ethik · Evolution · Forschung · Freiheit · Frieden · Gentechnologie · Medizin · Ökologie · Technik · Verantwortung · Wert · Wissenschaft
 
 
Die Philosophie u. die Frage nach dem F., hg. v. H. Kuhn u. a. (1964);
 Werner Müller: Gesellschaft u. F. (Berlin-Ost 1966);
 
Das Problem des F. heute, hg. v. Rudolf W. Meyer (1969);
 J. Ritter: F., in: Histor. Wb. der Philosophie, hg. v. J. Ritter: , Bd. 2 (1972);
 
F. ohne Maß? Eine Ortsbestimmung der wiss.-techn. Zivilisation, hg. v. R. Löw u. a. (1981);
 
Neue Funktionen von Wiss. u. Technik in den 80er Jahren, hg. v. F. Moser (Wien 1981);
 H. Lübbe: Zeit-Verhältnisse. Zur Kulturphilosophie des F. (Graz 1983);
 P. K. Feyerabend: Wiss. als Kunst (1984);
 J. Mittelstrass: F. u. Eliten (1984);
 
Wiss. - Technik - Gesellschaft, hg. v. G. Böhme (1984);
 C. Améry: Die ökolog. Chance (1985);
 I. Fetscher: Überlebensbedingungen der Menschheit. Ist der F. noch zu retten? (Neuausg. 21985);
 N. Rescher: Die Grenzen der Wiss. (a. d. Engl., 1985);
 
Fortschrittsglaube u. Dekadenzbewußtsein im Europa des 19. Jh., hg. v. W. Drast (1986);
 
F. u. Gesellschaft, hg. v. E.-L. Winnacker (1993);
 
F. wohin? Wiss. in der Verantwortung - Politik in der Herausforderung, hg. v. H.-J. Fischbeck u. a. (1994);
 
F. kommt nicht von allein. Innovationsorientierte Strategien für eine intelligente Wirtschaftsentwicklung, hg. v. J. Walter u. a. (1995);
 J. Habermas: Technik u. Wiss. als Ideologie (161995).

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Fọrt|schritt, der [nach frz. progrès < lat. progressus = das Fortschreiten, ↑Progress]: positiv bewertete Weiterentwicklung, Erreichung einer höheren Stufe der Entwicklung: rasche, erstaunliche, befriedigende, greifbare, langsame -e; -e der Medizin, auf dem Gebiet der Technik; Schien es doch ... selbstverständlich, jeden F. in der Annäherung zwischen den beiden Völkern ... zu begrüßen (Dönhoff, Ära 114); etw. ist schon ein F. (stellt schon eine Verbesserung dar); [Aufsehen erregende] -e erzielen; [große] -e machen (gut vorankommen); trotz der Erkrankung ihrer Person, die in der letzten Zeit neue -e gemacht hatte (selten; wieder weiter fortgeschritten war; Musil, Mann 1188); an den F. glauben.

Universal-Lexikon. 2012.

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